advert

Hello Mr. Ghaemian

Wie der RNZ vom 27. März zu entnehmen ist, muss man die bisher hochangesehene REUTAX AG als Totalschaden betrachten.
Im September 2010 war es, als vom ehemaligen ABB-Gebäude der Schriftzug “HEIDELBERG” entfernt und dafür der bis dato nur Insidern bekannte Firmenname “reutax” angebracht wurde. Eine scheinbare Erfolgsstory des Reutax-Gründers und Eigentümers Soheyl Ghaemian, die sich nun doch als Windei erwiesen hat.
Schon wegen der zahlreichen betroffenen Mitarbeiter verbietet es sich, über die Insolvenz des gehobenen Leih- und Zeitarbeiterunternehmens im IT-Sektor zu unken.
Allerdings hat Weststadt-Online bereits im September 2010 in einem Artikel das Geschäftsmodell kritisch betrachtet und auf die sinnfreien Aussagen im allgemeinen Marketing-Geblubber auf der Reutax-Webseite hingewiesen.
Wieder bewahrheitet sich leider die Tatsache, dass kleine und größere Spenden, Sponsorings u. ä. lange Zeit helfen, die wirklichen Geschäftsverhältnisse zu verschleiern.

Nach dem Bekantwerden seiner mysteriösen Geschäfte verdünnisierte sich der hochgeachtete Freund der Heidelberger Prominenz nach Übersee, wo er in einer Supervilla residierte.

Hier war ein netter Link zur Homepage der Ghaemian-Stiftung – eine wirklich illustre Gesellschaft. Leider wurde die Website inzwischen abgeschaltet.

Jetzt die neuste Botschaft von Reutax-Gründer und bisher hofiertem IT-Unternehmer Soheyl Ghaemian. Er wurde verhaftet und soll nun wegen Insolvenzverschleppung und Betrug vor den Kadi kommen.

2 Kommentare zu “Hello Mr. Ghaemian”

  1. Peewit sagt:

    Danke für die Berichterstattung. Übrigens, was ich jetzt interessant finde: normalerweise bleiben die Netzwerke, die das Schicksal von Heidelberg und seiner Bürger und das der ganzen Region bestimmen, im Dunkeln oder doch im Halbschatten. Bei Ereignissen wie der Reutax-Insolvenz findet so etwas wie ein kleines Blitzlicht-Gewitter statt und plötzlich kann man sogar in der RNZ (die allerdings nicht als Wild-freundlich gilt) lesen,was es mit dem “väterlichen Freund” auf sich hat, der die Verluste nicht mehr ausgleichen wollte. Da verstehtt der Lokalpolitiker von der FWV, der die Ghaemian-Stiftung leitet, nicht, warum man seinen Freund nicht freilässt. Da erinnert man sich, dass bei einer Wahlkampfrundreise durch die Provinz unter Leitung von Dirk Niebel in Heidelberg zwei Unternehmen besucht wurden, eines davon die Reutax AG (war das nicht erst im Frühjahr?). Damals sagte mir der Name nichts (außer den großen protzigen Buchstaben am ehemeligen BBC/ABB-Gebäude). Jetzt google ich mal und sehe, dass der Mittelstandsvorkämpfer Niebel die Reutax AG für den Großen Mittelstandpreis vorgeschlagen hat! (vgl. Website Kompetenznetz Mittelstand) Auch die Verankerung von Ghaemian in der Heidelberger Kultur-High-Society wäre eine Untersuchung wert. Viele solche Blitzlichter und man hätte eine realistische Landschaft der Einflußsphären. Möge Weststadt-Online seinen Teil dazu beitragen. MfG Peewit

  2. Patricia sagt:

    Ich würde ihm so gerne ne Packung Zigarette im Knast vorbeibringen :-) ))))

Hinterlassen Sie einen Kommentar