Fensterkunst 14


Iran on my mind.
Das neue Fenster im Copyshop Druckspektrum ist diesmal dem Heidelberger Künstler Mohammad Massoudi und seinen ihm ganz eigenen Bildwelten gewidmet.
In Teheran geboren, in einer Familie mit künstlerischer Tradition ( Onkel und Bruder sind ebenfalls Maler) aufgewachsen, kam er 1975 nach Deutschland, studierte in Wiesbaden an der Fachhochschule für Gestaltung, ging 1984 nach Heidelberg, wo er mit seiner Ehefrau Susanne in Handschuhsheim lebt und arbeitet.
M. Massoudis Bildwelten sind von außerordentlicher Vielfalt geprägt- Portraits, Landschaften, Aquarelle, Gummidrucke, Stilleben, Collagen, Keramikarbeiten, Druckgrafik…
In seiner unnachahmlich spielerischen, dabei ernsthaften Art benutzt er alle möglichen Materialien, wie z.B. alte Kaffeesäcke, Sand, alle Arten von Papieren, Malerfolien u.v.a.
Seine tiefe Verbundenheit mit seinem Heimatland schimmert immer durch, selbst in seinen wunderschönen, melancholischen Neckarlandschaften, in seinen leuchtenden Farben, seinen Misch-und Fabelwesen, seinen plötzlich sehr reduzierten, reliefartigen Gestalten und seinem Hang zum Ornament- des weiteren hat ihn der große iranische Dichter Sadegh Hedayat geprägt, der „persische Kafka“, immer wieder erwähnt er ihn und seine poetische Kraft.
Die Weststädter Künstlerin Vera Bonsen hat in diesem Fensterentwurf versucht, all diese Elemente in einer Art Bildpsychogramm zu vereinen, ein Tor ( es ist das Tor zur luftigen Scheune in Handschuhsheim, in der gearbeitet wird und welche unzählige Bilder beherbergt) öffnet sich und läßt seine Gestalten und Formen frei, die sich mit antiken persischen Elementen symbiotisch vermischen- der Maler inmitten , der mit seinem alten iranischen Instrument wie ein Magier diese Szenerie entfacht.
Am Tor steht auf persisch der Satz: macht die Fenster auf, der Frühling kommt
Wer noch mehr über M. Massoudi erfahren möchte:
www.massoudi-malerei.com

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