Kommt TTIP doch noch?

Das schreibt das Handelsblatt- Morning Briefing am 19. Juni 2017:
“Aus der Gruft taucht ein Gespenst auf, das Hunderttausende zum Protestieren brachte: TTIP, das transatlantische Freihandelsabkommen. „Die Idee ist nicht tot“, sagt BDI-Präsident Dieter Kempf im Handelsblatt-Gespräch. US-Handelsminister Wilbur Ross habe ihm persönlich versichert, „die USA hätten nach wie vor starkes Interesse“ daran. Seit Donald Trump ins Weiße Haus gezogen ist, darf freilich gerätselt werden, was mit „USA“ überhaupt gemeint ist”.

Doch die Hinweise darauf gab es schon einige Wochen früher. Am 1. Juni schrieben wir:
“War der ganze Hype um Mr. Trumps Pläne, den Welthandel zu behindern, keine Abkommen mehr einzugehen und sein paranoides “America First” durchzuziehen, nur ein großes Täuschungsmanöver? Sollen TTIP-kritische Bürger eingeschläfert werden, dass da nix mehr passiert, obwohl die europäischen Konzerne immer wieder mit den Füßen gescharrt haben, die TTIP-Verhandlungen zum postiven Abschluss zu bringen?
Auf fast wundersame Weise ist die nationalistische Trump-Administration jetzt doch wieder am TTIP-Abkommen interessiert. Die Kritik und Ängste der europäischen Bevölkerung an der möglichen Aushebelung von Standards beim Arbeitsmarkt und der Lebensmittelqualität werden also wieder aufflammen, denn inhaltlich ist das TTIP-Abkommen immer noch der Versuch, den amerikanischen Einfluss auf die Errungenschaften Europas zu verstärken.”


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