Mensch und Natur

Do, 22. Juni 2017, 19:00 Uhr; Hörsaal 6, Neue Universität Heidelberg
Anna Mattfeldt (Germanistisches Seminar Heidelberg):  Konflikte und Unsicherheit im Mensch-Natur-Verhältnis. Vom Sprechen über Naturkatastrophen und Energiegewinnung in Deutschland und den USA.
Es ist keine Voranmeldung erforderlich. Der Eintritt ist frei.

Der Ankündigungstext der Referentin lautet:
Unsere Vorstellung vom Verhältnis zwischen Mensch und Natur ist von vielen, teils widersprüchlichen Konzepten geprägt: Die Natur kann als erhaben oder unbezähmbar betrachtet werden, als nützlich für unsere Rohstoffgewinnung, als Gefahr, Idylle, ursprünglicher Rückzugsort oder unberechenbarer Risikofaktor. Der Mensch positioniert sich also ganz unterschiedlich zur Natur. Aus diesen unterschiedlichen Blickwinkeln ergeben sich ? auch auf sprachlicher Ebene! ? Konflikte zwischen den verschiedenen Perspektiven und Konzepten. In verschiedenen Sprachen, wie dem Deutschen und Englischen, werden bestimmte Naturvorstellungen und unser Umgang mit der Natur auch abhängig vom Sprachsystem und kulturellen Hinter-gründen ausgeprägt und in verschiedenen gesellschaftlichen Diskursen debattiert.
In diesem Vortrag wird aus einer sprachwissenschaftlichen Perspektive analysiert,  wie sich in Deutschland und den USA Naturvorstellungen sprachlich (und bildlich) ausdrücken. Es werden beispielhaft Diskussionen um Energiegewinnungsmethoden  wie das umstrittene Fracking-Verfahren sowie um Naturkatastrophen wie den  Hurrikan ?Sandy?, der 2012 vor allem die Ostküste der USA traf, in den Vordergrund gestellt und auf lexikalischer sowie auf kultureller Ebene untersucht.

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