SIMPLY BLUE!

Ein sozialkünstlerisches Projekt für Menschen mit und ohne Fluchterfahrung.
In Rahmen des „Festes der Begegnung“, von den beiden Weststadt-Initiativen „Weststadt sagt JA!“ und IHKKG e.V. mit dem DAI-Raumfänger am 22.07. auf dem Wilhelmsplatz organsiert, wurde eine Collage des Projektes SIMPLY BLUE! aus Leimen in die Kirche St. Bonifatius geholt.
Mit diesem Projekt soll ein verbindendes Zeichen für das Flüchtlingsleiden gesetzt werden.
Kulturelle Gemeinsamkeiten und ein friedliches Zusammenleben werden in den Mittelpunkt gestellt.
Panja Küpper von der Flüchtlingshilfe Leimen schreibt:
„Die Farbe Blau ist in allen Kulturen vertreten. Sie ist zu finden in handbemalten orientali-schen Kacheln, im Himmelsblau, das unsere Erde überspannt, im schützenden Mantel der Maria und in Blue Jeans die wir alle täglich tragen.
Im diesem Projekt wurden Papierkacheln im Format 15 x 15 cm erstellt, die mit blauer Tinte eingefärbt wurden. Mit dem Tintenkiller sind aus dem Zentrum heraus ohne weitere Hilfsmittel Ornamente entstanden. Blau hat eine zentrierende und strukturierende Wirkung. Die innere Zuwendung beim Tun spiegelt dies auf den Malenden wider. Die Kacheln sind in einer Reihung von mehreren Wochen täglich entstanden und haben sich im Lauf der Zeit von ihrer Gestaltung verändert.
Das Projekt lief im Zeitraum von April- September 2016. Insgesamt wurde in 28 Ländern mit Menschen aus 43 Nationen am Projekt gearbeitet. Sie kamen aus unterschiedlichen Gesell-schaftsschichten und lebten unter verschiedenen sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen. Teilgenommen haben Menschen vom Kindesalter bis 90 Jahre. Es sind insgesamt 5000 solcher Kacheln entstanden. 2000 sind in einer Wanderausstellung zu sehen. 100 davon kommen aus Leimen! Sie werden bei dieser Ausstellung auf Platten präsentiert. Hier finden alle Nationen nebeneinander friedlich ihren Platz.
Initiiert wurde das Projekt von der Kunsttherapeutin Rita Eckart, die für stART international e.V. arbeitet. stART hat die Schirmherrschaft für diese Projekt übernommen. Diese Hilfsorga-nisation leistet pädagogische und traumatherapeutische Nothilfe und Bildungsprojekte durch Malen, Plastizieren, Landart, Handarbeit, Handwerk, Puppen-theater und Bewegungsspiele im Kontext von Krieg, Flucht und Naturkatastrophen. Einsatzgebiete waren / sind die Philippinen (Taifunkatastrophe 2013), Georgien, Haiti (Erdbebenkatastrophe 2010), Ukraine, Nepal, Libanon und Deutschland (Flutkatastrophe 2013). Aktuell arbeitet stART auch an der syrisch / türkischen Grenze.„
Ausstellungstermine: 07.12.16 München, 01.03.17 Bonn, 01.07.17 Kuala Lumpur/ Malaysia und Paris Aktuelle: www.atelier-rita-eckart.de/sozialekunstsimplyblue.html

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