Musikkabarett Annette Postel

Musikkabarett Annette Postel „ausziehn“ Freitag 22. September 20 Uhr Kulturfenster Heidelberg Eintritt: VVK 16€/ 14€ + Systemgebühr; AK 20€/ 18€. Karten: www.kulturfenster.de & 01806 700 733 & 06221 1374878 und an allen bekannten VVK Stellen.

Stimme, Witz und Glitzerkram… und ein Jazzpianist. Vorsicht ist geboten, wenn sich die „Scheherazade des deutschen Musikkabaretts“ auf die Achterbahn der Mann-Frau-Beziehungen begibt. Die Folgen: Seufzer, Verführung und Quatsch. Die “brillante Entertainerin” zelebriert die Lust am Ausziehen mit virtuoser Musik, skurrilen Geschichten und extremen Gefühlsausbrüchen. Niemand verläßt ungestraft eine „Liebesglücksfee“ und wer ihr zu lange in die Augen schaut, wird mit Sehnsucht und Comedy besungen. Die Postel schmeichelt, zetert, tiriliert, girrt und tobt sich mit ihrer 4-Oktavenstimme durch die Höhen und Tiefen des Herzens mit eigenen Chansons, Ohrwürmer-Parodien, Heymann-Couplets, Swing und schrägen Crossovers. Sie lädt zum Lachen, Seufzen und Schmunzeln ein: über sich, Männer, Frauen, und natürlich über die Liebe selbst.
Aus- und Umzugshelfer sind ihr Friseur, ihr plappernder „Schmutzengel“ Paparotto und Jazzpianist Klaus Webel, der das Temperamentsbündel Postel hin und wieder zu zähmen weiß.

Die Premierenpresse schrieb:

Beglücktes Publikum, Annette Postel: Premiere im Tollhaus Karlsruhe

„Heute gefalle ich mir“, sang Annette Postel mit dem Brustton der Überzeugung und das Publikum im Karlsruher Tollhaus hätte mit guten Recht im Chor erwidern können: „Du gefällst uns auch.“ …

Ums Ausziehen im räumlichen Sinn geht es vor allem im ersten Teil, Annette Postel gibt im  giftgrünen, mit Tüllrock aufgeplusterten Seidenkleid und pompöser Hochfrisur eine etwas überkandidelte Dame im Rokoko-Stil, die nun samt ihren sieben Koffern eine neue Bleibe sucht. Die theatralische Aufmachung als Kunstfigur gibt Annette Postel die Freiheit, so ziemlich alle Klischees, die es über das Frau-Sein an sich und über das Verhältnis zwischen Männern und Frauen gibt, dick aufzutragen und genüsslich durch den Kakao zu ziehen.

… Der Pianist Klaus Webel begleitet sie musikalisch durch dick und dünn, durch Oper, Swing, Jazz, Chanson und Pop.

… Annette Postel versieht altbekanntes musikalisches Material, von Schumann und Mozart über Nat King Cole und Jacques Brel bis hin zum spanischen Hit „Hijo de la luna“ mit neuen Texten, macht sie sich mundgerecht. Die große Arie aus „Figaros Hochzeit“ wird zur Hymne auf ihren Friseur, der sich als Coach und Seelentröster weniger um Annettes Frisur als um ihre verletzte Seele kümmert.

Das Erhabene und das Frivole, das Artifizielle und das Banale, Wortwitz und Kalauer verkuppelt Annette Postel mit leichter Hand und mit der Allgewalt ihrer Vier-Oktaven-Stimme…

… Gegen Ende des Programms zog sie sich dann tatsächlich aus, wenn auch hinterm Vorhang. So fand die Striptease- Nummer als Schattenspiel ihren Abschluss. Aber wenn sie auch nicht alles zeigte, so gab sie doch alles und nach dem vielumjubelten Finale, bei dem sie nebenbei demonstrierte, dass sie das Jodel- Diplom mit Stern verdient hätte, war noch lange nicht Schluss. Das Publikum forderte nicht etwa „Ausziehen!“ sondern „Zugabe“, und die gab es nicht zu knapp. Peter Kohl

Und die Rheinpfalz:
„So wie in einem Märchen ein junger Mann auszog, um das Fürchten zu lernen, zieht Annette Postel in „Ausziehn“ hinaus in die Welt der Musik, um etwas zu lernen über die Männer und die Frauen, die Liebe und die Leidenschaft.“… „ein Abend voller Glamour, Quatsch und Virtuosität.“

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