„Soli deo gloria“

Feierliche Einweihung des Hauses der Christuskirche und Eröffnung der Fröbel-Kita „Justifant“

Heidelberg, 23./24. September 2017. Nach langer Planung und Bauzeit ist es endlich so weit: Kindergarten, Pfarramt, Gemeinderäume und auch die Pfarrwohnung der Christusgemeinde sind in das Haus der Christuskirche in der Zähringerstr. 26 eingezogen.

„Unser Haus der Christuskirche ist eine ganze Welt kirchlichen Lebens in der Weststadt. Alles, was in diesem Haus passiert, geschieht allein Gott zur Ehre. Das wird auch in der Schwelle des Hauses eingelassen sein“, freut sich Pfarrer Max Heßlein mit seiner Gemeinde nach fast drei Jahren Bauzeit über den Bezug des Neubaus.


Am Samstagabend (23.9.) weihte Dekanin Marlene Schwöbel-Hug das Haus in der Zähringerstr. 26 im Rahmen eines Gottesdienstes ein. Dieser fand mit rund 350 Gottesdienstbesuchern vor dem Gebäude statt, feierliche Fanfarenklänge des Bläserkreises der Christusgemeinde unter Leitung von Pia Tenbaum machten den Auftakt. In ihrer Ansprache verglich die Dekanin den langwierigen Bau – wegen Setzungsrissen im Nachbarhaus musste der Bauprozess für ein Jahr unterbrochen werden – mit den aktuellen Herausforderungen der Evangelischen Kirche in Heidelberg: „Es gab Irrungen, Wirrungen, Zweifel, Stillstand, Geldsorgen, Auseinandersetzungen. Und doch steht hier jetzt ein Haus, das mit Leben erfüllt werden kann, in dem alle Generationen ein und ausgehen, in dem Menschen unterschiedlichster Herkunft, Bildung, Hautfarbe als unverwechselbare Geschöpfe Gottes gesehen werden“, freute sich die Dekanin.

Im Anschluss an die Andacht konnte die Festgemeinde bei kleinen Speisen und Getränken das Haus in einem Rundgang erkunden und sich ein erstes Bild von den insgesamt 1374 m² Nutzfläche auf vier Etagen plus Dachgeschoss machen. Pfarramt und Gemeinderäume sind im Erdgeschoss sowie dem und 2. und 3. Stock zu finden. Der Kindergarten mit seinem 400 qm² großen Außengelände ist mit der Krippengruppe im Erdgeschoss, die beiden Kindergartengruppen mit den Drei- bis Sechsjährigen sind im 1. OG untergebracht. Unter dem Dach gibt es eine Pfarrwohnung sowie eine kleine Gästewohnung und im Untergeschoss befinden sich Nutzungsräume der KiTa und Gemeinde.

Am Sonntag, den 24. September öffnete das Haus der Christuskirche nach einem kurzen Gottesdienst in der Christuskirche erneut seine Pforten und lud von 10:30 bis 17 Uhr zum Tag der offenen Tür ein.


Ab 13 Uhr wurde die offizielle Eröffnung der Fröbel-Kindertagesstätte „Justifant“ mit geladenen Gästen gefeiert. Dort werden ab diesem Kindergartenjahr zwei Gruppen mit je 20 Plätzen für Drei- bis Sechsjährige sowie eine Krippengruppe mit 10 Plätzen für Kinder von einem bis drei Jahren von 7:30 bis 16:30 Uhr betreut.

„In unseren Kindergärten möchten wir Achtung, Respekt, soziale Kompetenz, gutes Miteinander und die Anerkennung einer unverletzlichen Würde leben und lehren“, betonte Dekanin Marlene-Schwöbel-Hug die große Bedeutung der Arbeit mit Kindern innerhalb der evangelischen Kirche. „Kinder und Kindergärten sind uns als Kirche ungemein wichtig. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit unserem christlichen Weltbild, in dem Glaube, Liebe, Hoffnung eine herausragende Rolle spielen, auch für unsere Gesellschaft einen unverzichtbaren Dienst leisten.“

Bürgermeister Joachim Gerner freute sich in seinem Grußwort, dass die neue Fröbel-Kindertagesstätte „Justifant“ nun in Betrieb gehe. „Die Evangelische Kirche trägt mit diesem Angebot ganz entscheidend zu einer guten Kinderbetreuung im Stadtteil bei“, betonte der Dezernent für Familie, Soziales und Kultur. „Die Stadt Heidelberg möchte gleiche Chancen für alle Kinder – und das fängt bereits im Krippenalter an. Daher haben wir als Stadt diesen Neubau auch sehr gerne mit fast einer Million Euro unterstützt.“

Bei der Planung und Umsetzung der KiTa ist die Evangelische Kirche in Heidelberg als Bauherrin auch eine Kooperation mit dem Landgericht Heidelberg eingegangen. Dieses hat 100.000 Euro zu den insgesamt 4,5 Millionen Baukosten beigesteuert und sich dafür ein Vorbelegungsrecht für 11 KiTa-Plätze gesichert. „Ich freue mich, dass die Justiz des Landes die neue Fröbel-KiTa mit einem maßgeblichen Betrag unterstützen konnte und wir den Justizangehörigen damit in direkter Nähe zum Heidelberger Justizzentrum eine liebevolle Betreuung unserer jüngsten Justifanten ermöglichen können“, richtete Landgerichtspräsident Frank Konrad Brede an die Anwesenden.

Auch KiTa Leiterin Helena Boldt, Vertreterinnen des Elternbeirats sowie des Ältestenkreises zeigten sich erleichtert, dass einem Einzug der Fröbel-KiTa und der Gemeinde nach allen überstandenen Verzögerungen und Widrigkeiten nun nichts mehr im Weg steht. Einhellig lobten Sie das große Engagement der Erzieherinnen und die Geduld der Eltern sowie Gemeindeglieder, die zum Gelingen des Projektes maßgeblich beigetragen haben – immerhin sind alle Plätze für das Kindergartenjahr 2017/18 bereits vergeben. Dass sich Warten und Durchhalten gelohnt haben, davon waren am Ende des bunten Tages wohl alle großen und kleinen Besucher überzeugt.

Text: Karin Wilke
Evangelische Kirche in Heidelberg
- Presse- und Öffentlichkeitsarbeit -

E-Mail: Karin.Wilke@kbz.ekiba.de
Internet: www.ekihd.de

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