Gegen Bechermüll

Es tut sich was in Heidelberg gegen die Flut von weggeworfenen Pappbechern. Die schlechte Angewohnheit, seinen Kaffee beim Gehen aus Bechern zu konsumieren und diese dann häufig einfach fallen zu lassen, soll gestoppt werden.
Die RNZ vom heutigen Samstag berichtet unter dem Titel “Schluss mit dem Einwegbecher” über eine Informationsveranstaltung am kommenden Dienstag, 10. Oktober, findet um 19 Uhr, wo in diesem Zusammenhang ein “Runder Tisch” stattfindet. Dabei werden verschiedene Lösungen vorgestellt, wie der Becherflut begegnet werden kann. Einzelhandels-, Tourismus- und Umweltverbände, Cafés, Imbisslokale, Tankstellen und Bäckereien haben die Möglichkeit, sich zu informieren und können ihre Meinung kundtun.
Hier der Link zum ganzen Artikel in der RNZ.

Schon in einem Artikel im Januar 2016 hatten wir in “Weststadt-Print” über die zunehmende Flut an Plastikmüll geschrieben:
“Immer mehr Leute laufen mit ihren Pappbechern voll mit Caffe con latte, Latte macchiato oder einem sonstigen Modegetränk durch die Landschaft, schmeißen die Behältnisse dann irgendwo hin, manche vielleicht sogar in einen Abfalleimer. Mords cool, aber auch völlig gedankenlos. Immer mehr Angebote für To-Go-Produkte zeigen den Trend zum bewußtlosen Konsumieren ohne Genuss. Essen und Trinken im Gehen. Der Trend kommt (natürlich) aus den USA, wo Cola und Kaffee, Hot Dogs und Burger schon seit ewigen Zeiten im Gehen konsumiert werden. Inzwischen werden dort auch in „besseren“ Restaurants und bei Firmenfeiern Speisen und Getränke in Plastikgeschirr und Pappbechern kredenzt.”

Jetzt passiert endlich etwas gegen die Unkultur der Plastikbecher wie eine Pressemitteilung der Stadt Heidelberg zeigt.

Heidelberg wird gegen Einwegbecher aktiv
Die Stadt Heidelberg will die Einwegbecher-Flut aktiv eindämmen. Zur Reduzierung der „Coffee to go-Becher“ in der Stadt startet ab Herbst 2017 eine Info-Kampagne. Mit Faltblättern und Werbeplakaten, mit Onlineangeboten, Infoständen und diversen Aktionen sollen die Verbraucherinnen und Verbraucher für die Verwendung umweltfreundlicher und mehrfach verwendbarer Becher motiviert werden. Darüber hinaus prüft die Stadtverwaltung derzeit, ob und inwieweit es rechtlich möglich ist, von Seiten der Stadt ein Pfandsystem zu unterstützen.

Die Stadtverwaltung informiert sich bereits seit längerem über Konzepte von Pfandsystem-Anbietern und hat Kontakt zu bundesweiten Fast-Food-Ketten sowie zu Umweltinitiativen aufgenommen. Die Stadtverwaltung initiiert zudem einen „Runden Tisch“, an dem ab Herbst 2017 die unterschiedlichen Akteure zur Mitwirkung motiviert werden sollen. Dazu zählen Cafés, Fastfood-Ketten, Bäckereien und Imbisslokale, die Einzelhandels-, Tourismus- und Umweltverbände sowie das Studierendenwerk Heidelberg. Bei den Treffen sollen beispielsweise Firmen, die Pfandlösungen anbieten, ihr System vorstellen können.


Hinterlassen Sie einen Kommentar