Die SPD 2018 nervt nur noch

Der 6. Parteivorsitzende seit 2003 ist auch schon im Abgang begriffen. Die Parteiführer seit damals waren Müntefering (2003-2004), Platzek (2004-2005), Beck (2005-2008), Müntefering (2008-2009), Gabriel (2009-2017). Dann kam Schulz.
Voller Erwartung mit irren 100% von den Parteideligierten gewählt, dann planloser Kanzlerkandidat ohne Charisma und ohne Idee, schließlich unverständlicher Slalomkurs bis zum Wendehals, jetzt ausgemusterte “Ex-Lichtgestalt” mit Stabsübergabe an Andrea “Bätschi” Nahles im Schnellverfahren. Die solls richten. O je.
Befindlichkeitstränen von, um und über Sigmar Gabriel, den einstigen SPD-Oberindianer mit Profil­schwie­rigkeiten, der sich als Außenminister endlich in der Rolle seines Lebens wähnte.
Endlose Berichterstattungen über das Wie und Warum Gabriels Demontierung, wo nur zwei völlig überschätzte Karrierepolitiker sich gegenseitig in die Quere kamen.
Heute schreibt die Presse, Schulz wollte die GroKo-Gespräche schon abbrechen, wurde aber von seinen Parteikollegen ausgebremst. Der ehemalige Kanzlerkandidat mag heute denken: “Shit, wäre ich doch in Brüssel geblieben, da war ich noch wer”. Siggi Gabriel denkt vielleicht an seine schöne Zeit als Pop-Beauftragter Niedersachsens in der Landesregierung von Gerhard Schröder.
Wie auch immer, diese SPD ohne Programm, Strategie, Vision, Idee, aber dafür mit unglaubwürdigem Personal, nervt nur noch. Entweder die Partei berappelt sich schnellst möglich mit einer neuen Vorstandsriege und allem, was schon lange fehlt: der Bezug zu seinen Wählern und den Menschen, die eine sozial aufgestellte starke Partei brauchen. Dafür braucht es Ehrlichkeit bei der Analyse und die Korrektur personeller und ideologischer Fehlentscheidungen. Oder die Geschichte von der ehemaligen Arbeiterpartei ist nur noch Geschichte. Und ernsthaft: wer will die Nahles wirklich haben?

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