Der Henker von Heidelberg

23. März 1819: der Burschenschafter und Theo­logiestudent Carl Ludwig Sand ermordet in Mann­heim den Schriftsteller August Kotzebue.
Der Jenaer Burschenschafter und Theologiestudent Karl Ludwig Sand folgte August Kotzebue nach Mannheim und erstach ihn vor den Augen seines vierjährigen Sohnes mit den Worten
„… hier, Du Verräter des Vaterlandes.“ Ermordet wurde Kotzebue in seinem Wohnhaus in A 2, 5, wo heute eine Gedenktafel angebracht ist.
Im Mai 1820 wurde Sand wegen des Mordes vom Heidelberger Scharfrichter Widemann hingerichtet.
Das Grab von Kotzebue befindet sich auf dem Hauptfriedhof in Mannheim, nur wenige Meter von dem Grab seines Mörders Karl Ludwig Sand entfernt.
(Text aus Wikipedia)
Es gibt die Anekdote, dass der Attentäter und sein Henker sich kannten, weil sie in den gleichen nationalliberalen Zirkeln verkehrten. Scharfrichter Widemann bekam nach getaner Arbeit das Holz der Hinrichtungsstätte geschenkt. Damit baute er im  Steigerweg eine Hütte, in der er dann wohnte.

22. Januar 1844: die 28jährige Christina Beckenbach, geb. Quick aus Wilhelmsfeld, die ihren Mann, den Taglöhner Georg Adam Beckenbach, am 10. April 1843 vergiftet hatte, wird in Heidelberg in Gegenwart von mehr als zehntausend Menschen durch Scharfrichter Rettig von Ettlingen gerichtet (letzte öffentliche Hinrichtung mit dem Schwert in Heidelberg).