Die Landhausschule

1886 wurde die Landhausschule für die zunehmende Bevölkerung errichtet. Der wachsende Stadtteil war noch sehr handwerklich geprägt mit vielen freien Flächen und direktem Zugang zu Wiesen und Obstbäumen, wie hier in der Kaiserstrasse (links im Bild). Beide Kirchen der Weststadt waren noch nicht erbaut. Rechts neben der Schule ist ein Teil des Holzlagers der Waggonfabrik Fuchs zu sehen. Im 1. Weltkrieg wurde das Gebäude als Lazarett für Frontsoldaten genutzt.

 

Ernst Jünger, 1895 in Heidelberg geboren, kam mit einer Kriegs­verwundung von der Westfront hierher. Er schrieb später:
“In schöne weiße Betten gelegt, gut genährt, fuhr ich durch das
schöne deutsche Land bis Heidelberg, wo ich in dem Lazarett
„Landhausschule“ untergebracht wurde. Als ich die Heidelberger
Blütenpracht aus dem Zuge gesehen habe, dachte ich nicht, daß
ich wieder in den Krieg hinausmußte.”

Ernst Jünger, “Kriegstagebuch”, Band 2, 24. IV. 1915

1927 bis 1970 (sic!) hieß die Schule Pestalozzischule und wurde dann wieder umbenannt. Warum? Das finde ich noch heraus.