Die Villa Julius

1945 wurde in Heidelberg eine jüdische Gemeinde wiederbegründet, deren Mitglieder in Heidelberg und den umliegenden Orten leben (Zahl der Mitglieder: 1946/47: 300; 1958/1980: ca. 100; 2004: ca. 500).
Von der US-Armee wurde kurz nach Kriegsende für die (vor allem aus Displaced Persons und US-Amerikanern, aber auch aus einigen Überlebenden der alten Gemeinde bestehende) neu gegründete Gemeinde eine Synagoge (Betsaal) in der Klingenteichstraße 4 eingerichtet. Am 1. September 1946 war die Einweihung der Synagoge beziehungsweise des jüdischen Gemeindezentrums.
Im März 1958 wurde ein Betsaal in der Villa Julius in der Häusserstraße 10-12 eröffnet; in der oberen Etage dieses Gebäudes befand sich schon seit 1950 ein jüdisches Altersheim. Der Betsaal in der Villa Julius bestand bis 1976.
Im Dezember 1977 erfolgte der Abriss der Villa Julius
im Blick auf den hier geplanten, aber dann doch zunächst nicht verwirklichten Neubau einer Synagoge. Vorübergehend wurde 1976 ein Betsaal der Gemeinde in einer ehemaligen Backstube in der Rohrbacher Straße 18 (Hinterhaus) eingerichtet. Am 14. Juni 1986 wurde ein Betsaal im “Darmstädter Hofzentrum” Sophienstraße 9 eingeweiht.
Eine neue Synagoge – verbunden mit den Einrichtungen eines Gemeindezentrums (der “Jüdischen Kultusgemeinde Heidelberg”) wurde 1992-1994 in der Weststadt auf dem Gelände Häusserstraße 10-12 (Grundstück der früheren Villa Julius) erbaut. Die Grundsteinlegung war am 19. Juni 1992. Die feierliche Einweihung des nach Plänen des Frankfurter Architekten Alfred Jacoby erbauten Zentrums fand am 9. Januar 1994 statt.
[Der Text wurde entnommen von
www.alemannia-judaica.de/heidelberg_synagoge_n.htm]

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