Die Hölzerlipsbande

Hölzerlips gehörte dem Fahrenden Volk der Jenischen an. Über die frühen Jahre des Hölzerlips ist wenig bekannt. Eine für damalige Verhältnisse übliche Erziehung fehlte, und er verbrachte viel Zeit mit seinem Vater, bis er eine Frau fand. In Bergen wurde er wegen Landstreicherei eingekerkert.
Bis zu diesem Zeitpunkt behauptete er, sich keines Verbrechens schuldig gemacht zu haben. Während seiner Gefangenschaft lernte seine Frau einen anderen Mann kennen, mit dem sie Hölzerlips kurz nach dessen Freilassung verließ. Diese missliche Lage trieb ihn in das Räuberleben. Später lernte er eine weitere Frau kennen. Als diese mit seinen zwei Kindern verhaftet wurde, nahm sich seiner eine Frau namens Catharina Weisln in Heidelberg an.

In der Nacht zum 1. Mai 1811 wurden Jakob Rieder, Kaufmann aus Winterthur, und Rudolf Hanhart aus Zürich, die sich mit ihrer Postkutsche auf der Rückreise von der Frankfurter Messe befanden, auf der Bergstraße zwischen Laudenbach und Hemsbach überfallen. Dabei werden der Kutscher und die Reisenden verletzt, Jakob Rieder so schwer, dass er am 5. Mai in Heidelberg stirbt. Diesen Überfall nahm der Großherzoglich Badische Stadtdirektor Ludwig Pfister in Heidelberg zum Anlass, eine Kampagne gegen fahrendes Volk im Odenwald zwischen Main und Neckar zu führen.
Nach ersten Ermittlungen stellt er Hölzerlips als Anführer des Überfalls dar.
Hölzerlips wurde am 31. Juli 1812 zusammen mit seinen Mittätern Mannefriedrich, Krämer Mathes und Veit Krämer in Heidelberg nach einem Blutgerich als „Odenwälder Räuberhauptmann“ hingerichtet.
In den Gerichtsakten wird der Hölzerlips als hart, brutal und ungebildet beschrieben. Er leugnete die Beteiligung oder Führung zahlreicher Überfälle.

Text und Bilder aus Wikipedia entnommen