Der Adenauerplatz

Der Adenauerplatz ist das verbindende Stück zwischen der Friedrich-Ebert-Anlage in der Altstadt und der Kurfürsten-Anlage in Bergheim und der Weststadt. Er liegt zwischen der Rohrbacher Straße und der Sofienstraße bzw. Gaisbergstraße.
Auf dem Platz selbst befindet sich in einem kleinen Park ein großer Brunnen, während wichtige Hauptstraßen um den Park herumführen. Auf der Seite der Rohrbacher Straße ist er auch durch eine auf Höhe des Platzes geöffnete Fußgängerunterführung zu erreichen. Der Adenauerplatz ist heute nach Konrad Adenauer, dem ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, benannt.
Das heutige Adenauerplatz-Gebiet wurde 1976 so benannt und aus verschiedenen Teilen zusammengefügt, die heute alle mit „Adenauerplatz“ bezeichnet oder adressiert werden:
Anfang der Friedrich-Ebert-Anlage
Bis zur Schaffung des Adenauerplatzes begann die Friedrich-Ebert-Anlage bereits an der Rohrbacher Straße. Heute beginnt sie hingegen erst an der Sofienstraße. An diesem kurzen Stück war der Straße aber nur ein Haus zugeordnet, das von „Friedrich-Ebert-Anlage 1“ zu „Adenauerplatz 1“ wurde. Die Hausnummer 1 der Friedrich-Ebert-Anlage bekam anschließend der gerade entstandene Neubau des Europäischen Hofs.
Seegarten
Der Seegarten ist der eigentliche Kern des heutigen Adenauerplatzes. Nachdem das Gebiet bis hoch zum heutigen Bismarckplatz lange als „Sandgrube“ bezeichnet wurde, befand sich hier der 1830/1834 angelegte „Ökonomische Garten des Landwirt­schaftlichen Vereins“, der durch die Leopoldstraße (Friedrich-Ebert-Anlage) vom damaligen Standort des Botanischen Gartens getrennt war. Nach Aufgabe des Gartens wurde das Gebiet als öffentlicher Park mit dem Namen Neptungarten (nach dem dort befindlichen Neptunbrunnen) bekannt.
In den Sechziger- und Siebziger-Jahren wurde geplant, am Seegarten die neue zentrale Straßenbahn-Umsteigehaltestelle der Stadt einzurichten. Zeitweise endeten hier die Südlinien Richtung Rohrbach und Leimen, der eigentliche Plan wurde jedoch nie vollendet und heute ist weiterhin der Bismarckplatz der zentrale Umsteigeknoten der Stadt.
Seegartenstraße/Wilhelm-Erb-Straße
An den Seegarten schloss sich – viele Jahre durch die Bahnstrecke in den Odenwald und heute durch die Autostraße getrennt – die Seegartenstraße an, die von der Rohrbacher Straße zum Gaisberghang führte. Aufgrund der Lage direkt an der Bahnstrecke existierten nur gerade Hausnummern, die alle von der Bezeichnung „Adenauerplatz“ übernommen wurden und somit zur ungeraden Hausnummer 1 auf der anderen Seite des Platzes passen.
Die Straße wurde mehrfach umbenannt. Zunächst war der Name Pariser Weg, der an den Einmarsch der Franzosen in Heidelberg erinnern sollte, später dann Seegartenstraße nach dem angrenzenden Park. 1914 wurde die – inzwischen ja vom Park abgetrennte Straße – nach dem Heidelberger Neurologen Wilhelm Erb inWilhelm-Erb-Straße umbenannt. Mit der Benennung des Adenauerplatzes 1976 ist auch diese Straße in ihm aufgegangen.